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Panoptikum Bildung - Verteilungspolitische Schieflagen: Erkennen-benennen-verändern

Programmschwerpunkt am Freitag, 7. April 2017

Verteilungspolitische Schieflagen: Erkennen-benennen-verändern

Die globale Verteilungsschieflage ist laut „Oxfam-Studie 2017“ offenkundiger als je zuvor: Die acht reichsten Männer der Welt besitzen 426 Milliarden Dollar und damit mehr als die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Im Jahr 2015 errechnete Oxfam noch ein Verhältnis von 62 Milliardären, die so viel besitzen wie die rund 3,6 Milliarden Menschen, die zur ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung zählen. Dieser Befund zeigt, dass sich die verteilungspolitischen Fehlentwicklungen verschärfen.

Diese extreme Konzentration von Vermögen in den Händen einiger Weniger steht in einem ursächlichen Zusammenhang mit einer niedrigen Vermögensbesteuerung und mit Steuervermeidungstricks – beispielsweise mit der Verschiebung von Gewinnen in sogenannte „Steueroasen“.

Neben dem „Erkennen“ sozialer Schieflagen ist auch die Benennung von Systemfehlern eine wesentliche Aufgabe einer kritischen Bewusstseinsbildung. Im Studiogespräch versucht Erich Fenninger, Geschäftsführer der Österreichischen Volkshilfe, daher auch die Ursachenzusammenhänge der verteilungspolitischen Schieflagen zu „entzaubern“.

Lebenslauf Mag.(FH)Erich Fenninger, DSA: https://www.volkshilfe.at/images/content/files/CURRICULUM%20VITAE_2015_VH.pdf


Oxfam-Studie 2017:
https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktuelles/2017-03-27-neuer-bericht-deckt-banken-druecken-um-beitrag-gemeinwohl

Veröffentlicht am Freitag, 7. April 2017 um 11:30